Viele Eigentümer vergleichen nur den maximalen Tagespreis. Für echte Rendite zählt jedoch, was am Ende nach Aufwand, Leerlauf, Gebühren und Verschleiß übrig bleibt.
Gerade auf Teneriffa hat sich der Markt stark verändert. Regulierung, Lizenzthemen und neue Zielgruppen führen dazu, dass die klassische Ferienvermietung nicht mehr automatisch die beste Lösung ist.
Hier finden Sie einen realistischen Vergleich zwischen Ferienvermietung und Saisonvermietung, bezogen auf Rendite, Risiko und Lebensqualität als Eigentümer.
1. Einnahmen pro Monat statt Tagespreis
Ein hoher Tagespreis wirkt attraktiv. Entscheidend ist jedoch die tatsächliche Auslastung über das Jahr.
Ferienvermietung kann in Hochsaison sehr gute Umsätze erzielen, doch Nebensaison und Leerzeiten reduzieren die Durchschnittsrendite deutlich. Hinzu kommen kurzfristige Stornierungen und Preisschwankungen.
Saisonvermietung arbeitet mit festen Monatsmieten über mehrere Monate. Dadurch entsteht eine stabile Einnahmebasis, die sich kalkulieren lässt. Besonders im Winterhalbjahr kann dies zu sehr konstanten Cashflows führen.
2. Kostenstruktur und Wechselkosten
Ferienvermietung verursacht deutlich mehr operative Kosten. Reinigung nach jedem Aufenthalt, Schlüsselübergaben, Wäschewechsel, Gästekommunikation und technischer Support summieren sich schnell.
Zusätzlich steigt der Verschleiß durch häufige An und Abreisen. Möbel, Küche, Bad und Elektrogeräte werden intensiver genutzt.
Saisonvermietung reduziert diese Wechselkosten erheblich. Weniger Übergaben bedeuten weniger Organisation, geringere Reinigungskosten und weniger Stress. Die Immobilie wird eher wie ein Zuhause behandelt.
3. Risiko und Planbarkeit
Ferienvermietung ist stark vom Markt abhängig. Änderungen in Regulierung, Plattformregeln oder touristischer Nachfrage wirken sich direkt aus.
Saisonvermietung bietet mehr Planbarkeit. Verträge laufen mehrere Monate, Einnahmen sind im Voraus kalkulierbar und die Fluktuation ist geringer.
Gerade in Zeiten regulatorischer Unsicherheit kann eine Strategie mit Mid Term Vermietung das Risiko deutlich reduzieren.
4. Zielgruppen und Anspruch
Feriengäste suchen kurzfristige Erholung. Ausstattung, Pool oder Strandnähe stehen im Vordergrund.
Saisonmieter suchen Alltagstauglichkeit. Gute Betten, Arbeitsplatz, Internet und Stauraum sind entscheidend. Die Immobilie wird nicht nur genutzt, sondern bewohnt.
Je nach Lage Ihrer Immobilie kann eine klare Positionierung als hochwertige Wohnung auf Zeit deutlich attraktiver sein als der Wettbewerb im Ferienmarkt.
5. Persönlicher Aufwand für Eigentümer
Viele Eigentümer unterschätzen den organisatorischen Aufwand der Ferienvermietung. Permanente Anfragen, kurzfristige Änderungen und hohe Kommunikationsdichte gehören zum Alltag.
Saisonvermietung bedeutet weniger Wechsel, weniger operative Hektik und oft eine ruhigere Beziehung zwischen Mieter und Eigentümer.
Für viele Investoren ist nicht nur die Rendite entscheidend, sondern auch die Frage, wie viel Zeit und Energie sie investieren möchten.
6. Fazit: Die richtige Strategie statt Schwarz oder Weiß
Es geht nicht darum, eine Variante grundsätzlich als besser zu bewerten. Entscheidend sind Lage, Zielgruppe, Ausstattung und Ihre persönliche Zielsetzung.
In vielen Fällen ist eine strategische Kombination sinnvoll. Hochsaison kann touristisch genutzt werden, während in schwächeren Zeiten Saisonvermietung Stabilität bringt.
Wer nüchtern kalkuliert und nicht nur den maximalen Tagespreis betrachtet, trifft die wirtschaftlich bessere Entscheidung.
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