Illegal vermieten? Die neuen Bußgelder 2026 und wie Sie sich rechtlich absichern


Das Jahr 2026 bringt spürbar strengere Kontrollen im Bereich der Ferienvermietung auf den Kanaren. Wer ohne gültige Genehmigung touristisch vermietet oder formale Vorgaben nicht erfüllt, riskiert inzwischen deutlich höhere Bußgelder als noch vor wenigen Jahren.

Viele Eigentümer stellen sich daher eine berechtigte Frage. Wie groß ist das Risiko wirklich und wie kann man sich rechtlich sauber absichern, ohne auf eine wirtschaftlich sinnvolle Vermietung verzichten zu müssen.

1. Was gilt 2026 als illegale Vermietung

Eine Vermietung gilt in der Regel dann als unzulässig, wenn eine Immobilie touristisch genutzt wird, ohne dass die erforderliche Genehmigung vorliegt oder wenn Auflagen der Gemeinde nicht eingehalten werden.

Dazu gehören fehlende Registrierung, falsche oder unvollständige Angaben in Anzeigen, Vermietung in Gebieten mit Lizenzstopp oder das Anbieten hotelähnlicher Dienstleistungen ohne entsprechende Zulassung.

Auch formale Fehler können problematisch werden, etwa wenn Registrierungsnummern nicht korrekt angegeben werden oder Meldepflichten gegenüber Behörden nicht erfüllt werden.

2. Wie hoch können die Bußgelder ausfallen

Die Höhe der Strafen hängt von der Schwere des Verstoßes ab. Es wird zwischen leichten, schweren und sehr schweren Verstößen unterschieden.

Bei leichten Verstößen bewegen sich Bußgelder häufig im unteren vierstelligen Bereich. Bei schweren Verstößen können fünfstellige Summen erreicht werden. In besonders gravierenden Fällen, etwa bei wiederholter unerlaubter touristischer Nutzung trotz behördlicher Aufforderung, sind noch deutlich höhere Beträge möglich.

Zusätzlich drohen Anordnungen zur sofortigen Einstellung der Tätigkeit sowie Einträge in behördliche Register. Damit entsteht nicht nur ein finanzielles Risiko, sondern auch ein langfristiger Imageschaden.

3. Warum die Kontrollen zunehmen

Hintergrund der verschärften Kontrollen ist der politische Druck im Zusammenhang mit Wohnraummangel und steigenden Mieten. Die Behörden möchten sicherstellen, dass touristische Nutzung nur dort stattfindet, wo sie planungsrechtlich zulässig ist.

Gleichzeitig arbeiten Verwaltungen zunehmend digital. Plattformen werden überprüft, Registrierungsnummern abgeglichen und Anzeigen systematisch ausgewertet. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Unstimmigkeiten erkannt werden.

Für Eigentümer bedeutet das, dass das Entdeckungsrisiko heute real ist. Wer ohne klare rechtliche Grundlage vermietet, geht ein erhebliches finanzielles Risiko ein.

4. Wie Sie sich rechtlich absichern können

Der wichtigste Schritt ist eine ehrliche Bestandsaufnahme. Ist Ihre Immobilie tatsächlich für eine touristische Nutzung zugelassen oder befindet sie sich in einem Gebiet mit Lizenzstopp.

Wenn eine VV Lizenz rechtlich möglich ist, sollten alle Anforderungen vollständig erfüllt werden. Dazu gehören korrekte Registrierung, Einhaltung technischer Vorgaben, ordnungsgemäße Kennzeichnung in Anzeigen sowie die Erfüllung steuerlicher Pflichten.

Ist eine touristische Genehmigung nicht realistisch, sollte nicht versucht werden, Graubereiche auszunutzen. Stattdessen ist es sinnvoll, alternative Modelle zu prüfen, etwa eine befristete Saisonvermietung nach spanischem Mietrecht, bei der kein touristischer Service angeboten wird, sondern ein klar definierter Mietvertrag geschlossen wird.

5. Wichtiger Hinweis zur rechtlichen Bewertung

Die rechtliche Situation im Bereich der Ferienvermietung ist komplex und kann sich durch neue Vorschriften oder kommunale Regelungen ändern.

Wir erbringen keine Rechtsberatung. Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle juristische Prüfung. Für eine verbindliche rechtliche Einschätzung empfehlen wir die Konsultation eines spezialisierten Anwalts oder einer zuständigen Fachstelle.

Gerne unterstützen wir Sie jedoch bei der strategischen Einordnung Ihrer Immobilie, bei der Wahl eines passenden Vermietungsmodells sowie bei der organisatorischen Umsetzung im Rahmen unserer Dienstleistung.

Fazit: Sicherheit geht vor kurzfristiger Rendite

Die verschärften Bußgelder 2026 zeigen deutlich, dass unerlaubte touristische Vermietung kein kalkulierbares Geschäftsmodell mehr ist. Wer langfristig erfolgreich vermieten möchte, sollte auf eine klare, rechtssichere Struktur setzen.

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