Taganana - Teneriffa - Ferienwohnungen und Ferienhäuser

Die Anfahrt in dieses Dorf, dass so viel Ursprünglichkeit und Harmonie ausstrahlt wie kaum ein anderer Ort auf der Insel, ist nichts für schwache Nerven. Inmitten des wunderbaren Anaga-Gebirges, hoch im Norden der Insel gelegen findet man den Ort  recht abseits gelegen und teilweise auf steilen Klippen errichtet. Um in diese Beschaulichkeit zu gelangen, muss man eine sehr schöne und vor allem steile und kurvenreiche Straße „meistern“. Wenn man das geschafft hat, erwartet einen einfach nur ein märchenhaft erscheinender Traum. Unzählig aus dem Wasser ragende Felsen scheinen den Ozean zu „schmücken“ und erzeugen eine ganz besondere Atmosphäre. Taganana war bis in die 60er Jahre hinein noch völlig abgeschottet von der Außenwelt. Zu der Zeit gab es noch keine Straße, die quer durch das Anaga-Gebirge führte. Wenn man dem Ort und seinen Bewohnern einen Besuch abstatten wollte, dann ging das nur mit dem Esel oder mit dem Pferd. Und so war es auch umgekehrt. Wollten die Menschen in Richtung Zivilisation, gab es auch nur den mühsamen Weg über die Berge.
Der Bau der Straße veränderte das Leben der Menschen. Und doch kann man besonders in Taganana erleben, dass moderne Einflüsse nicht immer angenommen werden. Massentourismus ist hier bis heute ausgeblieben und so gibt einem der Ort die Möglichkeit, das Leben wie es früher auf Teneriffa gelebt wurde, noch zu beobachten.
Wer die Einfachheit liebt, wer Ruhe und Zufriedenheit zu schätzen weiß, der ist hier richtig. Schlicht und einfach sind auch die rustikalen Fischrestaurants im Ort. Hier legt man keinen großen Wert auf aufwendige Dekoration, dafür ist das Essen einfach nur traumhaft. So wundert es nicht, dass der Ort insbesondere bei Fischliebhaber schon lange ein absoluter Geheimtipp ist.
Auch Surfer nehmen den beschwerlichen Weg bis nach Taganana gern in Kauf. Hier bieten zwei wunderbare Surfstrände beste Voraussetzungen und konstante Wellen laden zu einem Ritt auf ihnen ein.

Zu Zeiten, in denen Teneriffa noch den Ureinwohnern, den Guanchen gehörte, war das Gebiet um Taganana ein ideales Weidegebiet für alle Arten von Nutztieren. Es war die Abgeschiedenheit, die dieses Gebiet so wertvoll machte. Denn hier war man sicher vor Raubzügen und Angriffen jeglicher Art.
Doch 1501 war es dann vorbei mit der Einsamkeit und den unendlich scheinenden Weideflächen. Denn in diesem Jahr gründete Alonso Fernández de Lugo, der spanische Kapitän und Eroberer der Insel, die Stadt Taganana. Geplant war, aus diesem Ort das Zentrum des Zuckerrohr-Anbaus zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde eine, für die damalige Zeit unglaubliche und bestaunenswerte Infrastruktur geschaffen. Diese ermöglichte es, das einst sehr abgelegene Gebiet aus den verschiedensten Richtungen der Insel zu erreichen. So wurde es möglich, das Taganana nicht nur für den Anbau von Zuckerrohr, sondern auch für weitere landwirtschaftliche Zwecke genutzt wurde.
Bis heute sind die zahlreichen Terrassenfelder entlang der steilen Hänge erhalten geblieben und dienen zum Anbau von Wein.

Die Ortschaft Taganana liegt an der Nordspitze der Insel, inmitten von steilen Felsen auf einem Hanf des Anaga-Gebirges. Hier bietet sich einem ein atemberaubender Blick über die Inselhauptstadt Santa Cruz und über die wunderbare Küste. Aus dem Wasser der Ozeans ragen immer wieder verschiedene Felsen (Roques) und schaffen so ein einmaliges Bild. Die Ortschaft scheint wie eingebettet in abrupt abfallende und Respekt einflößende Steilwände. Man erstarrt fast ehrwürdig, wenn man die Macht der Natur so gewaltig vor sich sieht und wird sich seiner eigenen „Schwäche“, seiner „Unbedeutsamkeit“ ob dieser Giganten bewusst.  

Wer Taganana besuchen möchte, der muss das Erlebnis Anfahrt in Kauf nehmen. Egal ob man nun von La Laguna aus, durch den Mercedes-Wald, oder auch von San Andres anreist, die Fahrt hat etwas abenteuerliches. Dafür wird man aber bereits bei der Fahrt mit einer wunderbaren und fantastischen Natur und einer unberührten Schönheit von Bäumen, Pflanzen, Sträuchern und Blumen belohnt.
Kommt man in Taganana an, heißt es erst einmal kurz Verschnaufen und eine kleine Erholungspause einlegen. Dann verabschiedet man sich für den Besuch des Ortes von seinem Auto. Der Ort ist übersät von kleinen und engen Gassen, die oft ein Gefälle von bis zu 15 Prozent haben. Da muss so mancher Tourist mit seinem Auto dann einfach „aufgeben“. Und so ist es einfacher, das Auto gleich stehen zu lassen und den Ort und die Umgebung zu Fuß zu erkunden.

Das hat seinen Reiz, denn die Bergwelt des Anaga-Gebirges bietet eine unglaublich vielfältige Flora. Die zahlreichen bunten Pflanzen und Blumen erstrecken sich hier bis auf eine Höhe von 1024 Metern. Besonders interessant dabei ist ein Punkt zwischen San Andrés und Taganana, der die Vegetation teilt. Auf der einen Seite hat man eine im tiefes Grün und bunte Farben getauchte Landschaft und auf der anderen Seite eine karge, fast leblos wirkende Gegend.

Taganana ist ein relativ „touristenfreier“ Ort. Hier hat sich in den letzten Jahren nicht wirklich viel verändert. Der Ort erstrahlt in seiner typisch traditionellen kanarischen Bauweise und gleicht damit den hier lebenden Menschen und ihrer Kultur. Gemütlich und ruhig ist das Leben der rund 7.000 Einwohner des Ortes. Der Trubel der modernen Welt, Stress und Hektik haben es bis dato nicht geschafft, Einzug zu halten in das Leben zwischen den gigantischen Felsformationen.

Noch heute leben die Menschen hier hauptsächlich vom Weinanbau. Auch der Tourismus spült ein wenig Geld in die Kasse der Gemeinde.
Die meisten Touristen werden weniger von dem Ort selber, als von der faszinierenden Bergwelt die den Ort umgibt angezogen. Es gibt herrliche Wander- und Klettertouren, zu denen man von hier aus starten kann. Ob es nun ein Aufstieg zum Aussichtspunkt „Mirador Cruz del Carmen“ auf dem Pfad „Llanos de los Loro“ ist, oder eine Wanderung auf dem „Camino Real de Las Vuelta“ immer hat man neben einer atemberaubenden Natur auch unglaubliche Ausblicke, die sich einem bieten. Die verschiedenen Routen sind immer mit den Schwierigkeitsgraden und mit Zeitangaben gekennzeichnet. Manche Touren gehen über 30 Minuten, andere nehmen mehrere Stunden in Anspruch.
Erfahrene Bergsteiger können auch, wie einst Luis Trenker, mit Seil und Haken die Felsen bezwingen. Der „Roque de las Ànimas“ - der Fels der Seelen -, gilt als einer der schwierigsten Kletterfelsen der ganzen Insel und zieht sich über insgesamt 250 Höhenmeter.

Eine der besonderen Sehenswürdigkeiten im Ort ist die Kirchen „Iglesia Nuestra Senora de las Nieves“. Diese Kirche ist eine der ältesten Pfarrkirchen von Teneriffa. Das Gotteshaus ist dreischiffig und wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Im Inneren findet man gleich drei raumhohe Altarwände und Rundpfeiler aus rotem Vulkanstein. Seit ihrer Erbauung beherbergt die Basilika auch ein kleines Triptychon – dreigeteilte Gemälde oder Relieftafeln, die oft mit Scharnieren zum Aufklappen verbunden sind -. Auf den Tafelbildern sind die Heiligen drei Könige, die Hirten und Jesus im Tempel abgebildet.
An der westlichen Seite der Kirche zieren kunstvolle Holzschnitzereien die Orgel, die Taufkapelle und einen weiteren Raum.
Wer das Innere der Kirche betrachten und sich ein paar Minuten der Innehaltung und der Andacht gönnen will, der wendet sich am besten an die, im ganzen Ort bekannte, freundliche Frau Adele Perdomo Negrón. Sie hat einen Schlüssel zur Kirche und öffnet diese immer wieder gerne für interessierte Besucher. Ein weiterer Schlüssel ist im nahegelegenen Restaurant „Xiomara“ hinterlegt.

Einmal im Jahr wird der „Nuestra Senora de las Nieves“ - der Schutzpatronin des Ortes gedacht. Dann findet ihr zu Ehren auf dem Platz vor der Kirche eine wundervolle Fiesta statt. Immer in der ersten Augustwoche erwacht der Ort zum Leben. Dann ist es vorbei mit der Beschaulichkeit und der Ruhe. Aus vielen anderen Orten der Insel pilgern die Menschen dann nach Taganana und wohnen der festlichen Prozession, die durch die Stadt führt, bei.
Das Fest wird begleitet von viel Musik, Tanz, Attraktionen, Wettkämpfen, gutem Essen und vor allem von dem hervorragendem Wein der Gegend.

Nicht direkt im Ort, aber in der näheren Umgebung kann man sich gleich zwischen drei wunderschönen Naturstränden entscheiden. Hier, umgeben von einer herrlichen Landschaft lassen es sich Einheimische, Badeurlauber und Surfer gleichermaßen gut gehen. Wer geordnete Strände mit Liegen, Sonnenschirmen und
Duschen erwartet, der wird enttäuscht, wer allerdings an wild-romanitschen Stränden ein paar schöne Stunden verbringen will, der ist hier richtig. Neben den schönen Stränden findet man auch einfache aber sehr traditionelle Fischrestaurants.  Auch hier sucht man Luxus vergebens, findet aber herrlich leckere Speisen.

Die „Playa Almaciga“ ist der beliebteste Strand. Besonders Familien mit Kindern zieht es hierher. Die Wellen sind nicht besonders hoch und auch die Strömung ist nur sehr schwach. Das gibt den Kindern die Möglichkeit auch mal allein, nur in einem gewissen Abstand von den Eltern beobachtet, am flachen Wasser zu spielen. An dem dunklen Sandstrand gibt es nur wenige Steine und Baden, Sonnen und Spielen wird somit zu einem wahrhaften Vergnügen.
An den Wochenenden kann man hier ein wunderbares Schauspiel beobachten. Dann kommen immer wieder Camper an den Strand die ihre Zelte aufschlagen um ein paar erholsame Tage am Meer zu verbringen.

Fährt man an der Küste entlang in Richtung Beijos, hat man schnell die „Playa de San Roque“, den zweiten Strand der Gegend erreicht. Schon bei der Ankunft in der malerischen Bucht erkennt man, warum der Strand diesen Namen trägt. Rundherum ragen die verschiedensten Felsen aus dem Wasser. Einer ist sogar begehbar. Er ist zum Schutz mit einem Geländer umgeben. Hier wimmelt es nur so von Fischern die zu einem besonders verträumten und idyllischen Bild beitragen.
Dieser Strand ist insbesondere bei Surfern sehr beliebt. Jedoch ist bei jedem Gang in die wellen Vorsicht geboten. Es gibt unter Wasser immer wieder versteckte Felsen und die Strömung ist hier auch nicht zu unterschätzen.
Auch dieser Strand wird sehr gerne von den Einheimischen der Umgebung besucht. Jeder Urlauber sollte sich daher einen Spruch vor Augen halten: „Wie man in den Wald hinein ruft, so kommt es aus dem Wald zurück“. Dies gilt auch hier. Je freundlicher und fröhlicher man den auf der Insel lebenden Menschen begegnet, je freundlicher wird man behandelt.

Als dritter und letzter Strand sei noch die „Playa Benijos“ erwähnt. Diese erreicht man über eine Treppe gleich neben dem Restaurant „Mirador“. Dieser Strand ist der Einsamste und zugleich Schönste. Er ist etwas abseits gelegen und daher für die meisten Menschen nicht so interessant. Wer hier her kommt hat an manchen Tagen den Strand ganz für sich alleine. Es ist ein wunderbares Bild. Was sich einem hier bietet. Hinter sich das gewaltige, das zerklüftete und üppig grüne Anaga-Gebirge, vor sich die unendlichen Weiten des Ozeans und um sich einen wunderschönen, einsamen Strand – umgeben von einer Felsenlandschaft. Hier kann man Sonnenbaden von seiner schönsten Seite erleben. Aber auch hier ist etwas Vorsicht geboten. Die Unterströmung ist sehr stark und man muss ein wenig aufpassen.

Taganana hat seinen Gästen einiges zu bieten – guten Wein, gutes Essen, einer traumhafte Natur und vieles mehr. Was man vergeblich suchen wird sind große Einkaufszentren, Einkaufsmeilen und ein besonders intensives Nachtleben. Mit alldem kann der Ort nicht aufwarten. Dafür bekommt man hier jede Menge Ruhe, Beschaulichkeit und wunderbare Eindrücke über das Leben der Menschen auf der Insel.